Zur Situation der Bergischen Universität Wuppertal angesichts der geplanten Abschaffung der Studiengebühren durch die designierte rot-grüne Landesregierung erklärt Marcel Hafke, MdL:
„Die Abschaffung der Studiengebühren werden die Studierenden bald sehr schmerzhaft spüren. Die nächste Woche im Landtag zur Abstimmung stehende Absichtserklärung der rot-grünen Landesregierung läutet ein Gesetzesvorhaben ein, das die Studienbedingungen massiv verschlechtern und viele Arbeitsplätze kosten wird.
Die Bergische Universität Wuppertal erwartet bei einer Abschaffung ein jährliches Finanzloch von knapp 11 Mio. Euro. Damit nimmt man der Uni mit einem Schlag fast 10% ihres Gesamthaushalts weg. Da die Studiengebühren vor allem für Personal in der Lehre ausgegeben wurden, ist eine deutliche Verschlechterung der Betreuungsrelation zu erwarten. Zudem müssten dann mehr als 130 Arbeitsplätze wegfallen – für eine Regierung, die die Ar-beitnehmerinteressen angeblich in den Mittelpunkt stellt, ein Armutszeugnis.
Die von Rot-Grün angekündigte Kompensation ist angesichts der Haushaltssituation des Landes nichts mehr als unverantwortliche Schuldenpolitik und würde zunächst die Betreuungsrelation wieder verschlechtern. Personalstellen, die aus dem allgemeinen Haushalt finanziert werden, müssen nach geltendem Recht durch die Aufnahme zusätzlicher Studierender begleitet werden. Personalstellen, die aus Studiengebühren finanziert werden, kommen dagegen wirklich on top und verbessern daher das Verhältnis von Lehrenden zu Studierenden.
Die Abschaffung der Studiengebühren ist für die Uni Wuppertal schlichtweg eine Katastro-phe, die alle Bemühungen um bessere Studienbedingungen gefährdet.“
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