WSW und Töchter
Im Interview spielt Jung mit den Ängsten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wuppertaler Stadtwerke. So sagt er, er habe Angst, dass die Änderung der Gemeindeordnung Arbeitsplätze koste und dass die Stadtwerke dem schleichenden Tod preisgegeben würden. Vielmehr ist es so, dass die Mitarbeiter der WSW 15 Jahre Kündigungsschutz vor betriebsbedingten Kündigungen genießen. „Einen solch sicheren Arbeitsplatz muss man in der freien Wirtschaft suchen, wie die Nadel im Heuhaufen“, kommentiert der Kreisvorsitzende der Liberalen. Hafke weiter: „Ob solche exklusiven Arbeitsverträge dem Wohle der Stadt dienen, bleibt indes fraglich“.
WSW Kunden-Center
Auch fordert die FDP Wuppertal endlich das von OB Jung im Interview zitierte „transparente System“. Die Stadt ist gehalten regelmäßig einen Beteiligungsbericht abzugeben. Der letzte stammt aus dem Jahre 2002. „Wir fordern einen jährlichen Beteiligungsbericht. Die Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, regelmäßig und transparent informiert zu werden. Hier müssen endlich Worten Taten folgen“, so Hafke.
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Überdies wird es für die besonders gewinnträchtigen Bereiche der Energie- und der Wasserversorgung faktisch keine Änderungen geben. Auch bei den Einrichtungen der Abfallentsorgung oder Abwasserbeseitigung sowie den sozialen und kulturellen Einrichtungen (Krankenhäuser, Seniorenheime, Bäder, Bibliotheken, Museen etc.) greifen die strengeren Voraussetzungen für die wirtschaftliche Betätigung nicht. Im Endeffekt betreffen die in der neuen Gemeindeordnung enthaltenen Verschärfungen einen nur sehr engen Bereich, der für das Wohl und Wehe der kommunalen Wirtschaftstätigkeit keine Rolle spielt.
Hinzu kommt, dass der Gesetzentwurf eine weit reichende Bestandsschutzregelung enthält. Die Kommunen können darauf vertrauen, dass ein rechtmäßig gegründetes Kommunalunternehmen auch rechtmäßig fortgeführt werden kann.
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